Home again
Singapore-Dubai verlief ziemlich unaufgeregt, nur mit Schlafen war irgendwie nicht viel.
In Dubai war wieder Chaos. Die haben das dort am Flughafen irgendwie einfach nicht im Griff. Ueberall liegen Leute schlafend am Boden, weil einfach kein Platz ist, um sich irgendwo "zivilisiert" auszuruhen. Daniela hat wohl in Singapore noch einen Magen-Kaefer (eigentlich könnte ich nun wieder die "ä" anstatt die "ae" verwenden, aber ich druecke auch andauernd das "y" wenn ich ein "z" schreiben moechte. Verflixt.) eingefangen, weshalb sie schrecklich gelitten hat und der Flug nach Zuerich fuer sie ein ziemlicher Hoellenritt wurde.
Die Jungs, und das muss ich hier mal explizit erwähnen, machten das alles super mit. Ok, kein Wunder, das Bordunterhaltungssystem traegt das seinige dazu bei. Muessten wir eine Woche lang, jeden Tag fliegen, wuerde Nicola wohl verhungern, denn vor lauter Spiele und Filme, kommt der aermste gar nicht mehr zum Essen, bzw. hat einfach keine Zeit dazu. Gut, dass Mami oder Papi da mal einschreitet... ;)
Tja, nun sind wir wieder hier... Irgendwie ist alles so vertraut und doch noch so unnahbar. Als ob ich alles aus einer gewissen Distanz beobachtete und nicht wirklich hier wäre. Ich weiss auch nicht. Ich bin noch nicht ganz angekommen, scheint mir.
This is the end...
So. Ich stehe jetzt hier am Flughafen Singapore und es ist 1.36h Lokalzeit. Unser Flieger geht bald mal und ein paar qualvolle Stunden spaeter werden wir dann auch in Zuerich landen (und uns erst mal kraeftig frieren).
Doch kurz zurueck nach OZ.
Der Zweitletzte Tag im Kaenguland war, wie koennte es auch anders sein, mal wieder schlecht. Am Morgen schon bewoelkt und windig. Wir packten unseren Geruempel und fuhren Suedwaerts nach Dicky Beach. Das heisst so, weil da 1893 (um den Dreh rum) die S.S. Dicky gestrandet ist und der Rest davon seither vor sich herrostet. Gegen Nachmittag hat es dann auch noch zu regnen begonnen. Wir als Hardcore Camper haben uns dann doch nicht abschrecken lassen und wollten draussen Znacht essen..... Bis es dann wirklich zu schiffen anfing und wir in den Camper fluechteten.
Der letzte Tag in OZ.
Oh Wunder, die Sonne schien nochmals! Genuss pur. Wir durften auch laenger auf dem Campingplatz bleiben und nutzten die Zeit um zu packen. Einige Sachen mussten allerdings bleiben, da wir schlichtweg kein Platz mehr in den Koffern hatten.
Dann, Camper abgeben und ab an den Flughafen.
Der Flug verlief super und nun war Singapore an der Reihe. Eine Superstadt. Einfach toll!!
Details spaeter.
Zuerich, wir kommen (via Dubai)!
Noosaville
Endlich.
Freude!
Die Jungs konnten endlich mal wieder genuesslich am Strand "saendele".
Ich konnte endlich mal wieder genuesslich laufen gehen und meinen ersten 2stuender in Australien abspuhlen.
Und Daniela, die Aermste, konnte in Ruhe ihre Kopfschmerzen auskurieren (ob die 3 Biere und der Wein daran Schuld waren?). Zum Glueck ist es jetzt wieder besser.
Dann einkaufen und gemuetlich ein Eis essen und jetzt sitzte ich zum erstem Mal an einem PC mit Windows Vista.
Gen Sueden
Schliesslich erreichten wir bei sehr starkem Wind Noosaville - und am Horizont zogen dicke dunkle Wolken auf...
Nach dem Abendessen bei Live-Musik (Wengo, ich erwaehne ab sofort nicht mehr, was wir jeweils gegessen haben) erwischten wir auf dem Heimweg zum Camper dann noch einen heftigen Regengutsch.
Bye bye Fraser Island
Dann gings auch schon wieder zurueck zum Secure Parking, wo unsere Rasende Klapperkiste ungeduldig auf uns wartete. Schnell noch was zum Braten (Roo!) gepostet und dann wieder zurueck zum Campingplatz. Da so ziemlich alle Kleider ziemlich lange feucht gewesen waren und deshalb einen leicht unanagenehmen Geruch angenommen hatten, luden wir noch eine Waschmaschine. Beim Waescheaufhaengen trafen wir dann nochmals die Bilands. Zufaellig hatten sie es auch hierher geschafft. Somit war auch klar, dass wir zusammen grillten.
Im 4WD-Monstertruck ueber Fraser Island
Heute (DAS WETTER WAR 200% BESSER UND DIE SONNE, JA DIE SONNE SCHIEN SOGAR) stand die Inselrundfahrt auf dem Programm. Im 4WD Bus. Ein Monster von einem Fahrzeug. Die touristischen Hoehepunkte der Insel in einem Tag. Ja, ich weiss, Touri-Kommerz. Doch mit den Jungs ist das entspannter und mit Daniela auf Sand zu fahren, das haette wohl wieder ausgeartet (man erinnere sich an die Parkversuche im Schnee auf der Langboden Alp... ;) ).
Auf jeden Fall war es hochinteressant. Unser Ranger John, wusste viel interessantes und lustiges ueber die Insel zu erzaehlen und wir sahen die Sand Blowouts, den Eli Creek, die Pinnacles, Lake McKenzie den Regenwald, 4 Dingos und eine wunderschoene Landschaft. Ich machte noch einen kurzen Inselrundflug (wenn man schon mal da ist) und bestaunte die Insel von oben.
Fantastisch, was die Natur alles zustande bringt. Hoffentlich gelingt es uns, moeglichst viel davon zu erhalten. Ich denke, jeder der diese wunderbare Welt erleben darf, sollte etwas ruecksichtvoller mit unserer Natur umgehen. Wir haben nur diese eine!
Inselhuepfer
Tag der Abreise. Schon wieder. Das Wetter zeigte sich von einer leicht besseren Seite. Zwischendurch regnete es nicht mehr und man konnte auch Wolkenstrukturen am Himmel erkennen. (Die Tage zuvor, war es ein einheitlich tiefhaengendes Grau, das mal zwischen Dunkelgrau und Ganzdunkelgrau variierte.)
Da wir erst um 14.00 Uhr abflogen, beschloss ich, nochmals schnorchel zu gehen. Die Westseite der Insel war wieder zum Schnorcheln freigegeben (am Vortag, wegen zu hohen Wellen noch geschlossen). Also los. Daniela kuemmerte sich um die Jungs.
Eigentlich sollte man ja nie alleine schnorcheln gehen, aber was solls. Hey, deswegen waren wir hierher gekommen!
"Und das Meer tat sich auf und es ward ein Fest der Farben und Formen!"
Ich sage nur, nennt mir einen Fisch und ich sage Euch, dass ich ihn gesehen habe! Es war einfach alles da, was es zu sehen gab. Trompetenfische, Papageienfische, 3 Stachelrochen, 1 Haifisch (!), eine wunderschoene Schildkroete, die sich ueberhaupt nicht von mir gestoert fuehlte, riesige Fischschwaerme (die aus "Nemo", die all die Bilderraetsel formen) und und und. Ich kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Ich weiss nicht, wie lange ich im Wasser war, aber als ich rausging, waren meine Finger blau vor Kaelte (und das Wasser war doch etwa 26 Grad warm). Gluecklicherweise konnte sich dann Daniela einem Paar anschliessen und mit denen zusammen auch noch schnorcheln gehen, waehrend ich auf die Jungs aufpasste... bzw. ich mit ihnen Nemo schaute :)
Ganz erschoepft und tief beeindruckt kam sie von ihrem ersten Schnorcheltrip (der nicht weniger lang ging als meiner) zurueck.
Unser Fazit beim Abflug: Wir kommen wieder! Das naechste Mal bei besserem Wetter!

Mit einem noch kleineren Flugzeug (8 Plaetze, 2 Motoren) ging es dann wieder zurueck nach Hervey Bay. Von dort mit dem Kingfisher Resort Bus zum Schiffsterminal und auch gleich auf die Faehre, die uns nach Fraser Island brachte. Dort angekommen, fing es auch gleich wieder zu regnen an :(
Stimmung auf dem Tiefpunkt.
Mit Bier und Wein zum Abendessen versuchten wir uns wieder aufzumuntern. Der groesste Schock fuer Daniela war, dass angeblich ein Dingo (Fuer Daniela ein Synonym fuer Godzilla) im Resort herumstreune. Fabrice durfte von diesem Moment an seine Fuesse nicht mehr auf den Boden setzen, was fuer mich muehsam war (ich musste ihn herumschleppen) und fuer ihn superlaessig.
Im Auge des Sturms
Der andere Morgen begann, wie der Tag zuvor aufgehoert hatte: Stuermisch. Nach dem Fruehstueck hatten wir eine Glasbodenboot-Fahrt gebucht, auf die wir uns eigentlich auch gefreut hatten. Nur leider, halt eben das Wetter. Wenigstens hoerte es mehr oder weniger wieder auf zu regnen. Was ja eh nicht sooo schlimm waere, nur dass halt das Licht zum Schnorcheln ein bisschen bescheiden war. Dafuer gab sich die Unterwasserfauna reichlich Muehe, uns zu entschaedigen. Insgesammt sahen wir etwa 5 Mantas!! Fantastisch. Mit Fuchsschwanz an der Antenne und Lammfellpolstersitzueberzug. Die restliche Fischwelt hat mich an diesem Tag nicht sooo aus den Socken gehauen, ich muss jedoch zugeben, dass ich ja auch schon einiges gesehen habe in meinem Schnorchlerleben.
Daniela, die mit den Jungs im Boot geblieben war, hatte dafuer ein um so interessantes interkulurelles Erlebnis, das ich Euch noch kurz schildern moechte: Neben ihr im Boot sass ein Japaner, der irgendwie die unangenehme Eigenart hatte, staendig ruelpsen zu muessen (ich fuehrte das darauf zurueck, dass er eigentlich Seekrank sei und Daniela froh sein muesste, dass er sich nicht direkt uebergaebe - was sich dann als unwahr herausstellte, da er auch an Land weiterruelpste). Sie fragte ihn dann beilaeufig, ob er nicht auch schnorcheln gehen wolle, was er dann aber verneinte (ist auch sehr unangenehm, immer durch den Schnorchel ruelpsen zu muessen). Das machte Daniela ungluecklich. So ungluecklich, dass sie den Japaner jedes Mal wenn er seinen oralen Druckausgleich praktizierte (und das war immerhin etwa 5 - 10 Mal pro Minute !!!) ihn ziemlich boese anschaute. Seine Frau hingegen muss wohl Danielas Gesichtsausdruck missinterpraetiert haben und als neidvollen Blick verstanden haben, denn nicht ohne Stolz laechelte sie Daniela an ("siehst du, mein Macker kann besser ruelpsen, als deiner..."). ...wenn die wuessten, dass ich 12 Jahre haertestes Pfaditraining hinter mir habe.... ;)
So kam dann nicht wirklich eine interkulturelle Verstaendigung zu stande, was eigentlich schade war.
Den restlichen Tag verbrachten wir mit Voegel Beobachtungen und Filme gucken mit den Jungs. Der Wetter war wieder am unteren Rand der Akzeptabilitaetsskala. Auf der Insel leben geschaetzte 1 Million Seevoegel, die ueberall (und ich meine ueberall) brueten. Man kann so bis ca. 20 cm zu den Tieren heran, ohne dass sie davon fliegen. Huebsche Geschoepfe. Einige brueten gerade ihre Eier aus, andere ziehen bereits den Nachwuchs auf und wieder andere sind noch (oder bereits wieder) am Balzen.
Waehrend die Jungs "Lion King" (auf Englisch) schauten, plauderte ich mit ein paar Marketing-Typen von Panasonic, die eine Event fuer Journalisten aus ganz Australien hier auf der Insel vorbereiteten. Dies zur Markteinfuehrung zweier neuer Produkte. Eine superkleine 10 Megapixelstarke Kompaktkamera (irgendeine aus der Lumix Reihe) und eine Videokamera mit Speicherchip, die ein bisschen schwerer als eine Zigischachtel ist und wasserdicht (!) ist. Er hat mir dann auch Aufnahmen mit beiden Produkten gezeigt. Echt beeindruckend. So ging auch der Nachmittag vorueber. Ach ja, zwischendurch haben wir noch an einem verrosteten Toeggelikasten eine Partie gespielt. Achtung Goetti, aus dem Fabrice wird mal noch was!
Am spaeteren Nachmittag, als es mal nicht so stark regnete, gingen wir mal noch ein bisschen die Insel erkunden. Das Wasser hier ist glasklar, sogar bei starkem Wellengang und truebem Himmel. Am Strand wimmelt es von schoenen Muscheln. Nicola haette am liebsten alle eingepackt. Doch leider lagen rund um und auf der Landepiste massenhaft tote und halbtote Voegel. Irgendwie haben die das noch nicht so geschnallt, dass ihnen die Propeller der Flugzeuge nicht so gut bekommen.
Gegen Abend zog dann der naechste Sturm auf. Der war noch ein bisschen heftiger. Ich hatte das Gefuehl ich merkte, wie der Luftdruck sank. Demensprechend war die Nacht auch sehr unruhig fuer uns, denn der Wind bliess durch saemtliche Ritzen und heulte um die Hausecken. A propos Heulen. Auf der Insel leben auch "Muttonbirds", deren Angewohnheit es ist, nach einbruch der Dunkelheit zu heulen. So eine Mischung aus Kleinkind, Katze und raeudigem Hund. Furchteinfloessend.
Reif fuer die Insel
Frueh am Morgen gings los. "TAAAGWAAACH!!!" plaerrte der imaginaere Feldi um 6.30 Uhr. Kurz frueh gestueckt, den Krempel verstaut, den Kuehlschrank geleert (wuerde der Kuehlschrank 4 Naechte ohne Stromzufuhr aushalten? Oder wuerde uns der lebende Beweis fuer das Gegenteil erwarten?) und los zum Longtime Secure Parking ($ 55.- fuer 5 Tage) am Hafen von Urangang. Die Karre abgestellt, und mit dem Bus zum Flughaefeli von Hervey Bay. Herzig dort. Szenen wie in Dubai sind da absolut unvorstellbar. Pro Flugpassagier, der dort rumluemmelt hat es auch mindestens ein(e) Angestellte(r). Also fast schon persoenliche Betreuung. Die war auch noetig, als wir unser Flugzeug sahen (1 Propeller, 12 Plaetze, 1 "Pilot" und fuer jeden ein Sickbag). Na, ganz so schlimm wars nicht. Der Flughafenpsychologe hat Daniela nur 1 Valium verschrieben ;). Was niemend erwartet hatte, das Fluggeraet hob auch tatsaechlich ab. Das Wetter wurde wieder zunehmend schlechter und windiger. Gut, wir waren gewarnt worden. Der Pilot hatte gemeint, es koenne etwas "bumpy" werden. Die Sickbags blieben auf jeden Fall leer und Fabrice machte sein Schlaefchen im Flugi.... ob Daniela das Valium andersweitig verwendet hatte?

Auf Elliot Island wurden wir freundlich empfangen und nach einer kurzen Inselfuehrung bezogen wir unser Zimmer, das direkt am Meer lag. Paradiesisch. Wenn doch nur das Wetter... moment mal, es regnete ja gar nicht. Dafuer zog der Wind an. Und wie! Zusammen mit dem Resort-Personal liessen wir am Nachmittag Drachen steigen, da es Ebbe war und wir nicht schnorcheln gehen durften.
Nachdem der Wind genuegend angezogen hatte und sich ein bisschen Sturm nennen durfte, begann es gottseidank auch wieder zu regnen. Und wie!
Ein ausgewachsener Sturm tobte die Nacht ueber. Ganz so wohl fuehlten wir uns dabei nicht.
